Warum überhaupt
ein SAN?
Gilt es, Speicher
zu konsolidieren und zu zentralisieren ist der Aufbau eines Speichernetzes
(SANs) angesagt. Durch eine solche Zusammenfassung werden die Kosten
für Anschaffung und Administration minimiert. Indikatoren für den
Nutzen eines Speichernetzwerkes (SAN) sind:
- Datenvolumen
größer 500 GByte
- starkes
Datenwachstum
- mehrere
Server
- heterogene
Betriebssysteme
- hohe Ansprüche
an Recovery & Verfügbarkeit
- örtliche
Trennung von Server, Speicher und Backup
Was ist
mit iSCSI?
Auch iSCSI
hat die bekannten Anlauf- und Akzeptanzschwierigkeiten wie jede
neue Technologie. iSCSI wird noch nicht von allen Speicher- und
Betriebssystemen, die Fibre Channel (FC) unterstützen, supportiert.
Ein FC-SAN ist stets ein dediziertes Netzwerk, ein iSCSI-SAN kann
grundsätzlich auch auf einer vorhandenen IP-Struktur aufgesetzt
werden. Dies hängt im wesentlichen von der Qualität, Verfügbarkeit
und Performance des LAN-Netzwerkes ab. Bislang sind iSCSI-SANs
überwiegend bei KMUs und in Abteilungen grösserer Unternehmen
zu finden. KMUs werden verstärkt auf iSCSI-Lösungen setzen. Mit
einfachen Virtualisierungslösungen werden z.B. SATA-Speicher gespiegelt,
und es kann ein automatischer Failover auf den anderen Speicher
erfolgen. Dazu bietet sich als Speichernetzwerk ein iSCSI-SAN
an.
Der aktuelle
Markt für Speichernetze
In Zeiten
reduzierter IT-Budgets müssen schon negative Vorkommnisse eine
gewisse Schmerzgrenze erreicht haben, damit in ein Speichernetzwerk
(SAN) investiert wird. Treten Probleme auf wie die folgenden:
- die Verfügbarkeit
wichtiger Applikationen hat sich verschlechtert
- die Gesamt-Performance
ist mangelhaft
- das verfügbare
Zeitfenster für den Backup ist zu kurz
- die Restore-Zeiten
stimmen nicht mehr mit dem definierten Servicelevel überein
- der Administrationsaufwand
läuft aus dem Ruder
dann kann
ein Kunde zum Aufbau eines Speichernetzwerkes motiviert werden.
Wo liegen
die Gründe?
Zum einen
in den immer noch recht happigen Preisen für Netzwerk-Komponenten
(Switches, Directoren, HBAs, FC-SCSI-Router) aber auch in einem
unumgänglichen Know-how zur Planung des Speichernetzes (SAN) und
der Implementierung der Komponenten. Entscheidet man sich für
iSCSI spielt man zwar eine Liga tiefer (Performance, Verfügbarkeit,
etc.) muss aber im besten Falle auch nur die halbe Summe ausgeben.
Nicht selten kann die in Betrieb stehende TCP/IP Infrastruktur
mit verwendet werden. Das zusätzlich erforderliche Grundwissen
ist minimal.
Die wesentlichen
Ansatzpunkte zur Errichtung eines SANs sind heute:
- der Zwang,
SLAs erfüllen zu müssen
- die Performance
zu steigern
- den Administrationsaufwand
zu senken
Nur wenn es
unter den Nägeln brennt, d.h. kein Ausweichen und Verschieben
möglich sind wird in ein SAN investiert. Ein Speichernetz an sich
kann heute nicht mehr verkauft werden. Das gilt sowohl im KMU-
als auch im Enterprise-Umfeld.
Das SAN wird
auch in den nächsten Jahren eine wichtige Position zwischen Servern
und Speichern einnehmen. Zugleich wird iSCSI eine immer grössere
Rolle spielen. Kostengünstige iSCSI-SANs werden vermehrt in KMUs
Einzug halten. weiter...
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